Eine Woche zu Fuß durch New York – 93000 Schritte und 67km

Ich bin jemand, der neue Orte gerne zu Fuß erkundet. Hierhin laufen, dorthin laufen, auch mal falsch abbiegen und dadurch vielleicht Plätze entdecken, die abseits der typischen Touri-Attraktionen liegen. Und natürlich Gelegenheit, um zwischendurch anzuhalten und jede Menge schöne Fotos zu schießen. Und in New York kann man eigentlich gar nicht anders, als ständig stehen zu bleiben, nach oben zu schauen und einfach nur zu staunen. Diese riesigen Wolkenkratzer sind einfach wahnsinnig imposant und ich fühlte mich soo miniklein dagegen. Und am Times Square ist dazu noch alles kunterbunt und blitzt und blinkt.

 

Werbetafeln am Times Square in New YorkWerbetafeln am Times Square in New YorkPlanet Hollywood am Times Square in New YorkHochhäuser, Werbetafeln und Straßenabsperrungen am Times Square in New York

An unserem ersten Tag in New York haben wir uns ein Wochenticket für die Metro gekauft (und mussten von unserer Unterkunft in Hamilton Heights aus auch ca. eine halbe Stunde bis nach Downtown fahren), aber ansonsten sind wir wirklich nur gelaufen. Und entgegen allem, was ich vorher immer über die unfreundlichen, rüpelhaften New Yorker gehört hatte, haben wir eigentlich nur sehr freundliche Menschen getroffen.

Zum Beispiel als wir das Ticket für die Metro kaufen mussten (morgens um 9:00) und der Automat meine Kreditkarte nicht akzeptieren wollte. Da standen hinter mir zwei afroamerikanische Mädels, die wahrscheinlich zur Arbeit mussten, wahnsinnig gehetzt wirkten (die eine trommelte mit ihren langen Fingernägeln ungeduldig auf ihrem Portemonnaie rum und seufzte laut) und ich fühlte mich wie der unbeholfene Tourist, der ich ja nunmal auch war. Ich hab‘ dann meine Kreditkarte wieder entgegen genommen und den beiden Platz gemacht (wir hatten es ja nicht so eilig). Die erste stellte fest, dass der Automat kaputt war und obwohl sie ganz offensichtlich wahnsinnig in Eile war, nahm sie sich die Zeit uns zu erklären wo der nächste Automat steht und dass wir nach Downtown sowieso woanders einsteigen müssten.

Außerdem machte mir irgendein Typ im Vorbeilaufen im Park ein Kompliment zu meinem Nagellack und der Security-Guard in der St. Patrick’s Cathedral zu meiner Rucksack-Farbe. So etwas ist mir in Deutschland noch nie passiert.

Zwischen den Hochhäusern ein Blick in den Himmel über New York CityHausfronten und Chrysler Building in New York City

An unserem ersten Tag ließen wir uns einfach ein bisschen treiben… Liefen über den Times Square, an der 5th Avenue entlang, erkundeten die Central Station, guckten uns das Chrysler Building an,…

Chrysler Building von der Vanderbuilt Avenue aus, versteckt hinter Hochhäusern

Und zwischendurch ruhten wir unsere müden Füße in einem der vielen kleinen Parks aus, die zwischen die Häuserschluchten gequetscht wurden (hier der Bryant Park). Total irre, wie idyllisch es hier plötzlich wirkt, obwohl natürlich der Lärm der Stadt allgegenwärtig ist. Bryant Park in New York CityBäume im Bryant Park in New York im SeptemberBryant Park in New York inmitten von Wolkenkratzern

New York ist einfach so wahnsinnig vielseitig und es gibt so unglaublich viel zu sehen! Eigentlich hätten meine Füße allein nach dem ersten Tag eine Pause gebraucht (und mein Kopf wahrscheinlich auch, um all die Eindrücke zu verarbeiten), aber wenn man schonmal da ist, möchte man ja auch möglichst viel mitnehmen.Und es hat bestimmt 3 Tage gedauert, bis ich realisiert hatte, dass ich jetzt wirklich, wirklich, wirklich! in New York bin. An all diesen Orten, die ich bisher nur aus dem Fernsehen kannte.

New Yorker Taxi zwischen WolkenkratzernNew Yorker Straße mit AmpelTypisch New YorkEin Blick auf eine New Yorker Straße

Ich kann nur sagen, ich liebe diese Stadt und würde sofort wieder hinfahren. Wie ist es bei euch? Wart ihr schonmal da?

Sew long,

Anni

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5 Gedanken zu “Eine Woche zu Fuß durch New York – 93000 Schritte und 67km

  1. :-) Bei meinem 1. New York Besuch anno Schnee fand ich die New Yorker schrecklich – unfreundlich, total rüde und laut. Bei meinem 2. Besuch habe ich mein Urteil revidiert. NY ist eine beeindruckende Stadt.
    Tolle Eindrücke, die Du da mitgebracht hast.
    Liebe Grüße :-)

    1. Echt? Wieviel Zeit lag denn zwischen den beiden Reisen?
      Naja, es hat sicher seinen Grund, dass die New Yorker auch in allen möglichen Filmen und Fernsehserien als unfreundlich dargestellt werden. Deshalb war ich auch so sehr positiv überrascht. :)

  2. In Washington D.C. war ich zwar aber nach NY hab ich’s damals nicht geschafft – steht aber auf der Liste und ich möchte unbedingt noch hin :) deine Berichte gefallen mir total gut, viele liebe Grüße Julia

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