Warum mir die Reise nach New York furchtbar kurz vorkam

Es sind nur 7 Stunden Flug von Paris nach New York. Ich wusste das zwar, aber war trotzdem überrascht als der Flieger dann zur Landung ansetzte. Wie kurz mir diese Reise vorkam, obwohl wir doch den Atlantik überqueren mussten. Im Gegensatz dazu war meine Reise nach Griechenland als Jugendliche eine Weltreise: 3 Tage dauerte es, bis wir mit Bus und Fähre endlich den Ankunftsort erreichten. Umso unwirklicher kam es mir vor, dass der Boden, den wir nun betraten, tatsächlich amerikanischer Boden war. Aber die strengen Sicherheitskontrollen und grimmig dreinschauenden Sicherheitskräfte ließen keinen Zweifel daran, dass wir uns in den USA befanden.

Taxischlange am Flughafen JFK in New York

Als wir aus dem Flughafengebäude traten, empfing uns die schwülwarme Luft eines New Yorker Sommerabends. Obwohl bereits September war, würden die Temperaturen die ganze Woche über bei um die 30°C bleiben. Wir stellten uns hinten in die Taxischlange und ließen uns dann vom Fahrer helfen, die schweren Koffer in den Kofferraum zu hieven. Die Autofenster waren weit geöffnet und während uns der Fahrtwind um die Nase wehte, ratterte das Taxi mit hoher Geschwindigkeit über den Highway und die Straßenschwellen in der Brücke hinüber nach Manhattan. Ich staunte darüber wie amerikanisch hier alles aussieht: dunkelhäutige Jugendliche, die auf einem Basketballfeld direkt an der Straße spielen, Werbung, wo man auch hinsieht, die typisch gelben New Yorker Taxis, diese typisch grünen Straßenschilder und die breiten, mehrspurigen Straßen.

Amsterdam Avenue im Stadtteil Hamilton Heights bei Sonnenuntergang

Es dauerte gefühlt recht lange bis wir tatsächlich auf der Insel (Manhattan) waren. Doch dann erhoben sich links und rechts die typischen New Yorker Gebäude mit ihren Feuerleitern. Durch die geöffneten Fenster drangen jetzt die Geräusche der Stadt zu uns herein: Sirenengeheul, Motorenlärm und Unterhaltungen der Leute auf der Straße vermischten sich zu einer großen Lärmwolke, die dauerhaft über der Stadt zu liegen schien. Ich schaute aus dem Autofenster und beobachtete wie sich langsam der Himmel zu einem Sonnenuntergang verfärbte.

Sonnenuntergang zwischen den Häuserzeilen in New York

Der Taxifahrer fuhr dann etwas zu weit, wir mussten noch 2 Straßen zurücklaufen und standen schließlich vor unserem über AirBnB gebuchten Gebäude in Hamilton Heights. Erst kurz vor der Abreise hatten wir erfahren, dass wir die Gastgeberin dort gar nicht antreffen würden und später sollte sich herausstellen, dass dies bei den meisten unserer AirBnB-Wohnungen so sein würde. Der UPS-Bote ließ uns ins Haus, wir fuhren mit dem Fahrstuhl nach oben, fanden den Schlüssel unter der Fußmatte und betraten dann die Wohnung. 2 weitere Mädels wohnten hier noch, auch das hatten wir in einer Nachricht vor der Abreise erfahren. Zunächst waren wir aber alleine, öffneten unsere Zimmertür und rollten unser Gepäck in jenen Raum, der für die nächste Woche unser Zuhause sein würde. Ein wenig staubig hier und dunkel (die Fenster gingen zu einem Abluftschacht raus), aber ansonsten so wie auf den Fotos im Netz.

Zum Abendbrot huschten wir schnell zum McDonalds auf der gegenüberliegenden Straßenseite. (Ein wenig irritierend, dass hier auf den angegebenen Preis an der Kasse noch die Steuer aufgeschlagen wird.) Beim Essen starrten wir beide mit vor Müdigkeit glasigen Augen vor uns hin (immerhin war es in Deutschland jetzt schon 04:00 morgens) und beschlossen dann den Rückzug anzutreten und auf direktem Weg ins Bett zu verschwinden.

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