Fliegende Elefanten

Hey ihr Lieben!

Diese Bilder liegen nun schon seit fast einem Jahr auf meinem Rechner und warten darauf verbloggt zu werden. Ich weiß noch genau wie wahnsinnig wütend ich damals über diese vollkommen ungerechtfertigte Note des einen Dozenten war. So wütend, dass ich ihm am liebsten diese Gourmetleckerei geschickt hätte. So wütend, dass ich mir Phantasie-Schimpfwörter für ihn ausgedacht habe. So wütend, dass ich mir am frühen Nachmittag alleine zu Hause ein Glas Rum-Cola eingeschenkt habe und mir dann überlegte, diese starke negative Energie in etwas Positives zu verwandeln und kreativ tätig zu werden.

Stofftier Elefant, selbstgnäht, DIY

Daraus ist dann dieser süße, kleine Elefant geworden, den der Lütte bekommen hat. (Falls ihr ihn auch nähen wollt, das ist das Schnittmuster Elefantös.) Und falls ihr euch fragt, warum er so große Ohren hat: der Elefant kann fliegen! ;)

Stofftier Elefant, selbstgnäht, DIY

Es heißt ja, wenn man sich über irgendetwas aufregt, soll man kurz inne halten und sich fragen wieviel Bedeutung die Sache in einer Stunde / einer Woche / einem Monat / einem Jahr noch hat und sich dann überlegen ob es die Aufregung wirklich wert ist. Jetzt, wo ich ein Jahr später auf die Situation zurückblicke, finde ich die ganze Aufregung tatsächlich etwas unnötig. Klar, es war total unfair und mit Ungerechtigkeiten kann ich wirklich schlecht umgehen. Aber andererseits konnte ich auch absolut nichts an der Situation ändern… Und rückblickend sind dieser Mensch und diese Note absolut unwichtig!

Einen Rückblick, den ich in den letzten Tagen ebenfalls angestellt habe, ist der 10 Jahre zurück. Vor genau 10 Jahren habe ich meine Ausbildungsprüfung gemacht. Ich habe fast den gesamten Februar freigenommen, um für die Prüfung zu lernen, und war soo wahnsinnig nervös, dass ich es vielleicht nicht schaffen würde. Ich hab‘ mich total verrückt gemacht, was dann im Nachhinein irgendwie total unnötig war. Und genau in so einer Situation stecke ich jetzt gerade wieder. Ende Februar muss ich meine Bachelorthesis abgeben und zwischendurch ist mir total schlecht vor Angst, dass ich es nicht hinbekomme… (Und jetzt überlege ich gerade, ob ich diesen Post wirklich veröffentlichen soll, denn was ist, wenn ich wirklich scheitere? Dann wird dieser Post hier ewig als Mahnmal stehen für „Ach guck mal, da dachtest du noch, du schaffst das schon…“) Aber viel wahrscheinlicher ist, dass ich es doch schaffe und mich unnötig verrückt mache, wie schon so viele Male zuvor. Wie vor der Ausbildungsprüfung, wie vor den Matheklausuren, wie vor der Statistik-Klausur, wie vor der… Wahrscheinlich gehört das einfach dazu, zum Prozess. Man muss sich aus seiner Komfortzone heraus bewegen, sich mit Dingen beschäftigen, die einem nicht so liegen und das ist wahnsinnig anstrengend. Da kann man zwischendurch schonmal verzweifeln. Um danach dann wieder weiterzumachen.

Insofern wünsche ich mir die Intelligenz und in sich ruhende Stärke des Elefanten, um diese Phase durchzustehen. Und danach geht hier im Blog wieder die Post ab! Darauf freu ich mich schon sehr!

Bis dahin ihr Lieben! Macht es euch gemütlich im kalt-grauen Februar!

Sew long,

Anni

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5 Gedanken zu “Fliegende Elefanten

  1. Und soll ich Dir was sagen: Noch immer liegt der Elefant im Bett des Lütten und er nutzt es jede Nacht auf dieselbe Weise als Kopfkissen. Gerade vorgestern stellte ich mir deshalb die Frage: Kann ich ihn wohl in die Waschmaschine stecken? Er hätte es mal nötig ;-)

    Ich kann jedenfalls nur hoffen, dass Du ab und zu Deine Wut an der Nähmaschine auslebst – Dein Umfeld freut sich sehr über das, was rauskommt.

    Ich drück Dich und wünsche Dir ein schönes Wochenende!
    Sandra

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