Tarragona

Soo, meine Lieben! Endlich geht es los: ich zeige euch heute ein paar (und damit meine ich ein paaaar…) Fotos von meinem Sommerurlaub. :)

Nein, im Ernst, ich wollte euch sooo viele Bilder zeigen, und natürlich auch ein bisschen was dazu erzählen. Es ist ein echter Monster-Post geworden, aber ich hoffe, dass ihr genauso gerne Urlaubsbilder guckt, wie ich. Viel Spaß! :)

Tragfläche über Wattewolken

Als meine Freundin A. mit der Idee herausrückte im Sommer nach Tarragona zu fliegen, weil sie gelesen hatte, dass Ryan Air jetzt einen Flughafen dort in der Nähe anfliegt, war ich direkt dabei. Spanien, Tapas, Sonne, Sangria und Mittelmeer. Super! Wir suchten dann im Internet nach einer Ferienwohnung für uns 4 Mädels und fanden eine, die ganz neu renoviert und schön möbliert war. Direkt in der City und trotzdem nicht weit vom Strand. Die Buchung klappte wunderbar und am 13.07. saßen wir im Flieger ans Mittelmeer.

Aussicht von unserer Wohnung Richtung Meer

Die Wohnung war auch genau wie beschrieben und von unserem kleinen französischen Balkon konnte man sogar das Meer sehen. (Naja, zumindest ein Fitzelchen davon. ;) ) Im 4. Stock mit engem Treppenhaus und 70 Stufen (wir haben gezählt!) war das natürlich gutes Po-Muskel-Training, aber dafür waren die Einkaufsmöglichkeiten alle direkt um die Ecke und wir konnten morgens noch schnell mal eben für’s Abendbrot einkaufen und die dort üblichen 5-Ltr.-Wasserkanister mitnehmen.

Aussicht von unserer Wohnung auf die Rambla

Unsere Wohnung lag außerdem genau auf der Ecke zur Rambla (Hauptflaniermeile), an deren Ende der „Balco del Mediterrani“ anschließt, eine große Plattform, von der aus man über’s Meer schauen kann. Wie ihr sehen könnt, war die Touristen-Info auch genau vor der Tür und die Jungs dort kannten uns am Ende schon fast beim Vornamen. Es war einfach sehr praktisch mit jeder Frage zu Busfahrplänen, Mietwagen oder Sehenswürdigkeiten mal eben dort vorbeischauen zu können.

Aussichtspunkt "Balco del Mediterrani" in Tarragona

Der „Balco del Mediterrani“, an dem diese Statue von „Roger de Lluria“ steht, ist sowohl bei Touristen, als auch bei den Einwohnern Tarragonas sehr beliebt. Der Ausblick über’s Meer ist einfach sehr schön hier und an klaren Tagen soll man am Horizont sogar Mallorca entdecken können. Das Anfassen des Eisengeländers soll Glück bringen und deshalb passte es ganz gut, dass wir auf dem Weg zum Strand eigentlich täglich hier vorbei mussten.

Tarragona Hafen

Den Hafen kann man vom Geländer aus natürlich auch sehen und die Bahnstrecke, die direkt am Meer entlang nach Barcelona führt.

Platja del Miracle

Der „Platja del Miracle“ ist der „Hausstrand“ von Tarragona. Er ist nicht besonders breit, zieht sich dafür aber durch die gesamte Bucht. Der Sand ist eher grobkörnig, aber dafür sind hier auch nicht so riesige Touristenschwärme unterwegs. Seinen Sonnenschirm muss man sich selbst mitbringen, einen Kiosk gibt es auch nur auf der Hafenseite. Für uns reichte das aber völlig! Das Meer hatte angenehme Temperaturen und was wir eben so schön fanden, war, dass man sich nicht fühlte, wie eine eingequetschte Ölsardine.

Sonnenaufgang

Einen Morgen sind wir schon um 6:00 Uhr aufgestanden um uns den Sonnenaufgang anzuschauen. Das war total toll, weil noch kein Mensch auf den Straßen unterwegs war. Die Spanier sind ja ziemliche Spätaufsteher, selbst die Berufstätigen sieht man erst so ab 7:00 Uhr. Dafür ist abends aber natürlich auch viel länger was los.

Tarragona Bucht

Schön, so ein leerer Strand am Morgen, oder?

Brandung

Angenehme Temperaturen herrschten um diese Zeit noch. Aber das Wasser war trotzdem nicht kalt und so mussten wir natürlich direkt mal reinhüpfen. Könnte ich mir irgendwie gefallen lassen: vor’m Frühstück ’ne Runde im Meer schwimmen gehen und dann ab zur Arbeit.

Flip-Flops im Sand

Stromleitung mit Vogel im Sonnenaufgang

Mit einer Behauptung muss ich an dieser Stelle übrigens mal aufräumen. Man sagt ja immer, die Einzigen, die in der Mittagshitze rausgehen würden, seien die blöden Touristen. Es gab aber auch genug Spanier, die in der Mittagszeit bei brüllender Sonne laufen gegangen sind, oder sich auf dem Trimm-dich-Pfad am Strand abrackerten. Sportlich, sportlich, aber ich würde in der Hitze nicht einen Schritt weit kommen. Dann doch lieber zu so früher Morgenstunde oder spät am Abend.

Tarragona vom Strand aus fotografiert

Aber Tarragona ist schon eine ziemlich schöne Stadt. In der Altstadt kann man überall noch alte römische Bauten besichtigen, aus der Zeit, als Tarraco die wichtigste Stadt in Spanien war.

Cirq Roma

In einer Gasse in der Altstadt von Tarragona

Haus in der Altstadt von Tarragona am Placa del Rei

Tarragona gehört übrigens zu der Region Katalonien. Deshalb sind alle Straßenschilder, Beschriftungen, Menüs, etc. sowohl auf Spanisch als auch auf Katalanisch ausgewiesen. Die Katalanen sind sehr stolz auf ihre Herkunft und es gibt einige, die immer noch für eine Unabhängigkeit von Spanien kämpfen.

Die Katalanen gelten als sehr fleißig, mit großem Sinn für Gemeinschaft und Zusammhalt. Diesen Zusammenhalt demonstrieren sie auch in ihren Volkssportarten, den Castellers (Menschentürme) und der Sadana (ein Volkstanz).

"Castellers" - Menschentürme bei Proben in Tarragona (Jove)

Als wir in Tarragona waren, wurde gerade für eine Meisterschaft der Castellers geübt. Und da die Proben öffentlich waren, haben wir uns 2 Stunden auf die Empore gestellt und mit Spannung verfolgt, wie die Leute sich dort immer wieder in verschiedenen Formationen aufbauten und wie kleine Äffchen aneinander hochkletterten. Die Formation, die ihr oben seht heißt „torre de cinc“ und gilt als die Schwierigste, weil immer nur eine Person pro Ebene allein die Balance halten muss. (Und das bei der Hitze! Obwohl die Proben um 22:00 Uhr stattfanden, haben wir uns oben auf der Empore mächtig einen abgeschwitzt. Und ich möchte nicht wissen, wie das ist, wenn man dort unten in der Mitte steht.)

Menschen bei der "Sadana", dem katalanischen Volkstanz auf der Rambla

Für die Sadana wird am Freitagabend auf der Rambla eine kleine Bühne aufgebaut, wo das Orchester Platz nimmt und dann kommen dort Menschen aller Altersklassen zusammen, um miteinander zu tanzen. Von ganz jung bis ganz alt ist wirklich alles dabei und irgendwie ist das eine ganz tolle Atmosphäre. Sowas müsste es bei uns auch geben, finde ich!

Rathaus am "Placa de la Font" in Tarragona

Jeden Abend so richtig was los, war am „Placa de la Font“, dem Platz vor dem Rathaus. Hier konnte man auch sehr gut essen gehen, weil rund um den Platz jede Menge Restaurants ihre Stühle und Tische aufgestellt haben. Einen richtig leckeren Salat haben wir dort gegessen, den ich zu Hause unbedingt nochmal nachmachen muss. Und außerdem ein Nationalgericht Tarragonas, eine Art Paella, allerdings mit Spaghetti anstatt Reis. Seeehr lecker!

Altstadt am Abend

Port Tarraco bei Nacht

Hach ja,… unser Urlaub war irgendwie eine wirklich gelungene Mischung aus Kultur, Sightseeing, Shopping und Badeurlaub. Und Tarragona ist mir wirklich ein bisschen ans Herz gewachsen.

Die Bucht von Tarragona

Strandidylle

Aber irgendwann geht es ja immer wieder zurück nach Hause. Doch meistens freue ich mich am Ende auch wieder darauf zurück zu kommen. Habe Pläne geschmiedet, für die Zeit nach dem Urlaub. Freue mich auf die eigenen 4 Wände, darauf, nicht mehr aus dem Koffer zu leben und manchmal sogar auf Regen…

So, meine Lieben! Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, falls ihr bis hierhin gekommen seid. Ich hoffe es hat euch gefallen! :)

Wohin geht’s denn für euch dieses Jahr in den Urlaub, bzw. wo habt ihr euch im Sommer so rumgetrieben? Find‘ ich spannend, vielleicht sind ja Reiseziele dabei, auf die ich nie gekommen wäre. Erzählt mal, würd‘ mich freuen!

Sew long!

Anni

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2 Gedanken zu “Tarragona

  1. danke für diesen wunderbaren bilderausflug :) so schöne impressionen, die stadt klingt echt nach einem unterschätzten fleckchen! dann schwelge noch ein bisschen in deinen urlaubserinnerungen meine liebe, viele liebe grüße julia

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