Bezaubernd liebevoll organisiert, ganz schön talentiert = BLOGST

Kennt ihr das: Wenn ihr aus einem großartigen Urlaub zurückkommt, total begeistert und noch vollkommen überwältigt von den ganzen Eindrücken und Erlebnissen? Und dann sagt jemand: „Wie war’s denn so? Erzähl doch mal!“ Und du fängst an zu erzählen und hast irgendwie das Gefühl nicht die richtigen Worte finden zu können? Weil es einfach sooo toll war, dass alles was du darüber berichtest wie ein lahmer Abklatsch klingt und nicht mal annähernd an das Erlebte selbst heranreicht?

Genau so geht es mir mit diesem letzten Wochenende, das ich auf der Blogger-Konferenz in Hamburg verbracht habe.

Buchstaben BLOGST auf einer Treppe

Trotzdem werde ich mal versuchen das Ganze in Worte zu fassen:

Nach wochenlanger Vorfreude auf dieses Event, machte ich mich am letzten Freitag gespannt, aufgeregt und mit einem kleinen Kribbeln im Bauch auf den Weg nach Hamburg.

Von Bremen aus ja nahezu ein Katzensprung, wenn man bedenkt, dass Blogger aus ganz Deutschland dort waren und sogar welche aus Wien und Basel anreisten.

Ich hatte ja vorher ein bisschen Angst muss ich gestehen: Mal die Personen hinter den Blogs kennenzulernen. Live und in Farbe . Ein bisschen wie ein Blind Date. Was, wenn ich die gar nicht mag? Aber da hätte ich mir gar keine Gedanken machen müssen. Die waren alle so was von entzückend und großartig! Ja, wirklich!

Zimmer im Motel One Hamburg Harburg

Nach dem Einchecken im wahnsinnig stylischen Motel One hab’ ich unten in der Lobby direkt mal mit Jeanny geschnackt, deren Cupcakes ich ja schon lange liebe, und Kathrin von karamelo kennengelernt, die wundervolle Stempel zaubert. Da wir noch Hunger hatten, sind wir mit ein paar Mädels noch was Essen gewesen und ich hatte die Gelegenheit die supernette und total stylische kochende Katharina kennenzulernen.

Um 20:30 war dann das allgemeine Get-together in der Hotel-Lobby angesetzt und ich kann euch sagen: das war ein Geschnatter und Gegacker! Die Lautstärke einer überfüllten Bahnhofshalle haben wir locker übertönt und die wenigen „normalen“ Gäste an der Bar, warfen uns immer wieder sehr irritierte Blicke zu. Ich hab’ mich sehr, sehr nett mit den „müden Müttern“ (zwinker) Nina und Jessi unterhalten und noch ein paar andere angenehme Bekanntschaften gemacht.

Am Samstagmorgen ging es dann nach einem schnellen, aber sehr leckeren Frühstück los zum Werkheim, wo die Veranstaltung stattfand.

Fenster zum Hof im Werkheim Hamburg

Tulpen in Vase

Karmapunkte

Zuerst begrüßten uns natürlich erst einmal die beiden wundervollen Organisatorinnen Clara Kirchner und Ricarda Nieswandt, die erzählten, dass sie selbst ganz überrascht wären wie viel Anklang ihre einstmals kleine Idee gefunden hätte. Und wie wahnsinnig schnell die 120 Karten für die Veranstaltung ausverkauft waren, nämlich innerhalb von 3 Wochen.

Die Organisatorinnen der BLOGST-Konferenz

Dann kamen die ersten Referenten zum Zug und den Auftakt machten die beiden bezaubernden Schwestern Thea und Toni vom Sistermag mit der Präsentation zu folgender Fragestellung: Lifestyle-Blogs – Virtuelle Belanglosigkeiten oder ein Medium mit Potenzial?

Vortragsfolie zum Thema Lifestyle-Blogs

Das ganze erinnerte mich ein bisschen an die Diskussion damals im Deutsch-LK, in der es darum ging, ob Bücher, die wie ein „Radiergummi für’s Gehirn“ wirken und nicht besonders intellektuell sind, überhaupt eine Daseins-Berechtigung haben.

Naja und dann folgte Vortrag auf Vortrag, und auch wenn einige Themen für mich vielleicht (noch) nicht relevant waren, fand ich doch alles sehr interessant. Ich glaube ich war noch nie auf einer Veranstaltung, bei der ich wirklich jedem Referenten so hochinteressiert gelauscht habe und niemals müde oder gelangweilt war. Und das obwohl wir auf recht unkomfortablen Bierbänken saßen, die eine echte Herausforderung für das Sitzfleisch darstellten.

Jeanny vom Blog Zucker, Zimt und Liebe

Jeanny, Anna Frost und einige andere Referenten gaben uns Tipps, wie der eigene Blog so richtig erfolgreich wird (nicht zu viele Themen behandeln – entweder DIY, oder Food, oder Einrichtung, nicht alles auf einmal; strukturiert und mit Konzept schreiben; eine eigene Nische suchen und nicht das machen, was alle anderen auch schon machen). Klingt alles sehr einleuchtend aber auch ein wenig einschüchternd. Mache ich dann alles falsch?

Sehr sympathisch wirkte daraufhin der Vortrag der klitzeklein(en) Dani, die zugab auch vollkommen ungeplant mit ihrem Blog begonnen zu haben. Und dass sie es eigentlich auch ganz gerne mag Themen zu vermischen und nicht nur über ihre Backwerke zu schreiben. Trotzdem hat sie dieses Jahr ein Backbuch herausgebracht, das ich mir dann auch direkt kaufen musste. Soo entzückend und sogar mit persönlicher Widmung!

Vollkommen strukturiert, organisiert und wie eine echte Business-Woman trat dagegen Angelika Schwaffing auf, die sich gemeinsam mit einigen anderen Blogger-Kolleg(inn)en zu einem Reiseblogger-Kollektiv mit eigenen Richtlinien zusammengeschlossen hat. Nach ihrem Vortrag überlegte ich kurz das Genre zu wechseln und mich künftig auch für meine Urlaubsreisen bezahlen zu lassen. Wäre doch was, oder?

Vortragfolie über Reiseblogger-Kollektiv

Hochinteressant war natürlich auch der Vortrag vom Anwalt Christian Solmecke über Social Media-Rechte und Gesetze. Da kochten teilweise die Gemüter hoch und er wurde mit Fragen bestürmt. Großer Tumult vor allem bei der Frage wie rechtmäßig die Nutzung von Pinterest ist und ob man da jetzt alle seine Inspirations-Boards löschen muss.

Anna von Dawanda hatte ein wunderhübsches Chevron-Kleid an und verglich ein bisschen die deutschen mit den amerikanischen Kreativ-Blogs. Viel Potenzial sei da bei uns noch vorhanden sagte sie. Mit Dawanda werde ich mich in nächster Zeit auch noch mal näher beschäftigen, glaube ich.

Anna von Dawanda beim Referieren über Kreativ-Blogs

Bei einem Blick auf den von Caro so toll gestalteten Stundenplan seht ihr natürlich, dass es noch viele andere tolle Themen und Referenten gab.

Die Vorträge wurden immer unterbrochen durch kleine Pausen, in denen man sich Kaffee von Tchibo holen und Smoothies von trué fruits trinken konnte. Zwischendurch gab es Cakepops von Zalando und Ben&Bellchen und zum Mittag- und Abendessen hat uns die liebe Elli bekocht.

Kürbistarte und Alibisalat

Cakepop - Kuchen am Stiel

Für sehr viel Belustigung und witzige Bilder sorgte auch der gemietete Foto-Automat im Hof.

Nach 2 wundervollen Tagen ging es dann am Sonntagabend mit riesigen (wirklich riesigen, schaut mal bei Nike was da alles drin war) Goodie-Bags, jeder Menge hübscher Visitenkarten und unheimlich viel Fachwissen im Gepäck, sowie einem breiten Lächeln im Gesicht und dem Gefühl einer neu gewonnen Zusammengehörigkeit nach Hause.

Die Zugfahrkarte zurück teilte ich mir mit der lieben Sandra, die glücklicherweise ganz in der Nähe wohnt und die ich bei der Verabschiedung am Bahnhof sicherlich nicht das letzte Mal gesehen habe.

Jetzt stellt sich mir eigentlich nur eine Frage: Gibt es eigentlich auch blöde Blogger? Denn ich hab’ jedenfalls nur die großartigen kennengelernt. Zu den oben bereits aufgeführten kommen auf jeden Fall noch Heike, Barbara, Vrehnie, Markus (das heiße Plätzchen, hihi), Aurelie und Katharina. Soo gerne hätte ich auch noch mehr mit Nike und Jules geredet.

Bei 120 Teilnehmern und nur 2 Tagen mit vollem Programm lernt man einige leider auch gar nicht kennen. Deshalb ist für mich ganz klar: BLOGST 2013 ich komme! Und wehe mir schnappt einer die Karte weg! ;)

Ganz großen Dank noch einmal an Clara und Ricarda die dieses Baby irgendwie neben ihrem normalen Leben geschaukelt und auf die Beine gestellt haben. Es war Wahnsinn!

Und falls ihr bis hierhin gelesen habt: Respekt und Chapeau! Entschuldigt bitte den Monster-Post. Ich bin einfach immer noch hin und weg…

Liebste Grüße!

Anni

19 Gedanken zu “Bezaubernd liebevoll organisiert, ganz schön talentiert = BLOGST

  1. ach mensch…dich habe ich auch nicht wirklich entdeckt…war ja auch soviel los…wunderbarer Blogst-Post von dir und das nächste Mal kommen wir hoffentlich auch zusammen…;)…liebste Grüsse…i…

  2. Nein, wir haben uns sicher nicht zum letzten Mal gesehen. Ein Bremen-Date mit Dir ganz bald steht fest auf meiner Liste :-) Und dann basteln wir an neuen Ideen, an Kuchen oder oder oder oder….

    Liebste Grüße
    Sandra

  3. Hi Anja, mir gehts genauso! Ich versuche seit Montag den Post fertig zu machen, aber ich weiß gar nicht wie ich das Wochenende in Worte packen soll :-) Ich hab mich sehr gefreut dich kennenzulernen und finds ganz schade das ich so weit von dir weg wohne…
    LGH

    PS: Ich finde für das was wir am WE alles erlebt haben ist der Post doch recht kurz geworden, oder? :-)

    1. Ja Heike, also ich denke du solltest hierher ziehen! :) Wir haben auch das Meer in der Nähe und so!

      Hihi, ja da hast du recht, eigentlich ist der Post echt kurz. Aber sonst wäre ich noch ein paar Wochen beschäftigt gewesen. ;)

  4. das nächste mal quatschen wir mehr! versprochen! war auf jeden schön, dich mal „in echt“ gesehen zu haben und hoffe, das die zeit bis zum nächsten mal nicht allzu lang wird …
    liebste grüße
    nike

  5. Waswiewo, ich? Stylish? Huiiii, da werd ich gleich rot. :)
    Das war ein schöner Schnack-Abend beim Italiener, und überhaupt, ein ganz tolles WE. Danke für den Post, der wärmt mir mit all den Erinnerungen das Herz!

  6. Ich lese mich seit drei Tagen durch die BLOGST-Posts und habe mich beim Lesen von deinem wieder von neuem über das schöne Wochenende gefreut. Es war schön, dich kennenzulernen.
    Liebe Grüße
    Barbara

  7. Liebe Anni, ich habe Deinen Post über die Böigste-Berichte-Sammlung bei Luzia Pimpinella entdeckt und muss sagen, er ist echt toll geschrieben! Leider war ich nicht dabei und kann darum nicht beurteilen, ob es sich tatsächlich nur um einen müden Abklatsch handelt, wie Du so schön schreibst ;-) , aber es liest sich jedenfalls nicht so.
    So, und jetzt gucke ich mich mal weiter auf Deinem Blog um.

    Liebe Grüße,Kathrin

  8. Liebe Anja, ich schwelge gerade beim Anblick unseres Fotoautomaten-Bildes in BLOGST-Erinnerungen und freu mich schon voll auf ein Wiedersehen 2013! Bis dahin lesen wir uns hoffentlich ganz oft :)

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