Einfach mal blau machen und ins Grüne fahren

Gestern hatte ich eigentlich Yoga-Training. Und ich glaube, dass mir Yoga auch echt gut tut. Diese Stretch-Übungen, der ganze Körper wird gedehnt, hinterher fühle ich mich locker und entspannt. Das war also fest in meinem Terminkalender eingetragen und nach der Arbeit habe ich dann meine Sporttasche gepackt, mich auf’s Fahrrad geschwungen und war schon auf dem Weg ins Fitnessstudio, da fragte ich mich plötzlich: „Ja, bist du eigentlich blöd? Bei diesem allerbesten Sommerwetter willst du dich jetzt schwitzend mit 20 anderen Bekloppten in einen kleinen, stickigen Übungsraum quetschen? Nur weil’s in deinem Kalender steht? Da ist der heiß ersehnte Sommer endlich da und du schmeißt ihm die Tür vor der Nase zu und sagst: Tut mir leid, aber ich muss jetzt zum Sport? Geht’s noch?“

Naja und da war die Entscheidung auch schon gefallen. Ich radelte zurück nach Hause, aber nur um die Sportsachen aus- und Picknickdecke und Bücher einzupacken. Dann ging’s runter zum Fluss, ein freies Fleckchen auf der Wiese gesucht, Decke ausgebreitet, Bücher ausgepackt, Musik in die Ohren und dann: entspannen und genießen.

Später frischt der Wind auf, ich packe meine Sachen zusammen und schwinge mich wieder auf mein Rad. Noch ein bisschen fahren, wenn ich die Sportstunde schon habe ausfallen lassen. Zuerst ein wenig an der Landstraße entlang. Wiesen und Weiden auf beiden Seiten. Hin und wieder fährt ein Auto vorbei. Die Reifen bewegen sich laut über den Asphalt. Dann wieder Stille. Der Wind weht durch meine Haare, streicht über meine sonnengewärmte Haut.

Da vorne den Weg auf die Felder nicht verpassen. Die Einfahrt ist schon fast zugewuchert, für Ortsfremde nur noch schwer zu entdecken. Friedlich diese Strecke, kein Auto fährt hier. Hin und wieder ein paar Kühe, ab und zu ein Bauernhof. Über mir blauer Himmel und weiße Wolkenfetzen, zu den Seiten nichts als Weite. Hügel und Berge gibt’s hier nicht. Über die knallgrünen Wiesen weht der Geruch von frisch gemähtem Gras.

Dann komme ich der Zivilisation wieder etwas näher. Die ersten Häuser tauchen auf. Hin und wieder sieht man Leute im Garten sitzen. Essen, lachen, reden. Aus einem Gartenpavillion hinter der großen Hecke dringen Stimmen und Gelächter. Der Duft von gut gewürztem, gegrilltem Fleisch steigt mir in die Nase. Im Kopf immer noch die Melodie von diesem Lied: „Nothing’s impossible for me, nothing’s impossible!“ Und genauso ist es auch. Hier und heute.

Ich habe jetzt direkten Gegenwind. Meine Füße treten kräftig in die Pedalen, die Reifen rollen gleichmäßig über den Asphalt. Gleich bin ich schon wieder zu Hause. Ich trage mein Fahrrad die Kellertreppe hinunter, reiße in der Wohnung die Balkontür auf. Dann gehe ich zum Eisschrank, hole mir ein Schokoladeneis und freue mich über warme Abendstunden auf dem Balkon.

Leute, freut ihr euch auch so? Es ist endlich Sommer!!

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2 Gedanken zu “Einfach mal blau machen und ins Grüne fahren

  1. schöööön! da möchte ich mich doch am liebsten gleich auf´s fahrrad schwingen! tolle bilder. ich wünsch dir einen sonnigen tag.
    liebsten gruß,
    nike

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