Möglichkeiten und Delirium

Manchmal überwältigt mich die Fülle meiner Möglichkeiten. Hin und wieder denke ich, dass das Leben viel einfacher wäre, wenn ich nicht wählen müsste. Wenn ein anderer die Entscheidungen für mich träfe. Weniger Möglichkeiten = leichtere Entscheidung. Oder?

Wie soll ich denn aus Hunderttausenden den Einen auswählen, mit dem ich mein Leben verbringen möchte? (Und ihn dann auch noch überzeugen, dass er seins mit mir verbringen will.)

Wie soll ich unter all den Berufen, die es so gibt, den einen finden, mit dem ich bis ins hohe Rentenalter zufrieden bin?

Und warum kommt es mir allzu oft so vor, als wenn man für die wirklich wichtigen Entscheidungen stets viel zu wenig Zeit hätte?

Aber wäre es wirklich besser, wenn ein anderer mir diese Entscheidungen abnähme? Ich lese „Delirium“ von Lauren Oliver und weiß – nein, das wäre schrecklich!

Ich will nicht, dass jemand anders mir die Wahl abnimmt. Ich weiß ja gar nicht, nach welchen Kriterien derjenige entscheidet. Natürlich nur zu meinem Besten, aber weiß er denn wirklich was „das Beste“ für mich ist? Meine Eltern wollten auch immer nur das Beste für mich, aber gerade im Teenager-Alter gingen unsere Vorstellungen darüber doch oft ziemlich auseinander.

Nein, da wähle ich doch lieber selber! Denn schließlich ist es so: wenn ich mich erstmal zu einer Entscheidung durchgerungen habe, habe ich sie bisher selten bereut.

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