Gerade noch rechtzeitig…

Gerade noch rechtzeitig habe ich es geschafft das Buch zum Januar-Thema der Lesenden Minderheit durchzulesen. Da musste ich mich leider ziemlich durchquälen, denn ich fand es nicht besonders gut. Das schicke Cover hat mehr versprochen als der Inhalt letztlich halten konnte.

 

Es geht in diesem ersten Buch der Trilogie „Die dunkle Chronik der Vanderborgs“ um Estelle, Tochter des Illusionskünstlers Vanderborg, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts mit ihrem Vater und ihrem Bruder Friedrich in die Karpaten aufmacht. Vanderborg will dort mit Hilfe einer elektrischen Maschine einen Vampir fangen, um ihn als Sensation in einer seiner Illusions-Shows zu zeigen. Das Experiment glückt – allerdings anders als erwartet. Denn die Seele des Vampirs, bzw. der Vampirin landet im Körper von Estelle, ohne dass Vater oder Bruder etwas davon mitbekommen. Fortan fristet diese jahrhundertealte Seele ihr Dasein im Körper des hübschen, jungen Mädchens.

Für mich hatte das Buch viel zu wenig Action. Auf den ersten hundert Seiten passierte quasi nichts und ich hatte wirklich Mühe weiterzulesen, habe zwischendurch überlegt es wegzulegen und nie wieder anzufassen. Danach wurde es etwas besser aber irgendwie hat die Autorin es in diesem Buch nicht geschafft mich zu fesseln. Auch ist Estelle nie wirklich glücklich, zufrieden, fröhlich. Alles wird überschattet von ihrem dunklen Geheimnis und immer kommt es schlimmer und schlimmer und dann nochmal schlimmer.

Estelle kommt mir wie eine Dienstmagd vor, die sich von gesellschaftlichen Zwängen und oberen Herren unterdrücken und herumschubsen lässt. Dabei ist sie doch eigentlich ein Vampir mit Macht, Kraft und Stärke. Eine Person, die Menschen mal eben so vernichtet, nur weil der Blutdurst zu groß wird. Da erscheint es irgendwie unglaubwürdig, dass sie sich gesellschaftlichen Zwängen und einem fiesen Ehemann unterwirft. Ein paar andere Ungereimtheiten sind mir ebenfalls aufgefallen. Zum Beispiel der, dass sie jahrhundertelang quer durch Europa reist und nie auch nur einem anderen Vampir begegnet.

Insgesamt fand ich das Buch recht langweilig und für meinen Geschmack zu düster. Der Versuch auf der Welle der Vampirbuch-Hysterie mitzureiten scheint mir hier missglückt. Keine Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht in Lesen

Ein Gedanke zu “Gerade noch rechtzeitig…

  1. Wenn ich ganz ehrlich bin, ist das Buch bei mir auch schlechter weggekommen, als ich es in meiner Rezi geschrieben habe. Lag wahrscheinlich an der Leserunde mit der Autorin. Ich wollte nicht allzu hart sein.
    Ich hätte es aber dennoch gern wieder. ;-) Deine Dienstagsfrauen hab ich auch schon durch. Können also gern wieder zurück tauschen.

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