Sommer am Meer

Nicht nur das Landleben hat einiges zu bieten. Am Wasser ist es auch sehr schön. Und wir Norddeutschen haben’s ja Gott sei Dank nicht ganz so weit bis zum Meer. (Auch wenn ich diese Gelegenheit irgendwie viel zu selten nutze…)

Jedenfalls ging’s am Wochenende hoch an die Nordsee. Über die Autobahn mit offenen Fenstern und zurückgeschobenem Schiebedach ließen wir uns den Wind um die Nase wehen. Angekommen dann erstmal kurze Überraschung:

Hey, gar kein Wasser da. Watt und ein paar Pfützen, das Meer nur am Horizont. Und da hinten Neuwerk, die kleine Insel. Sollen wir hinlaufen? Hehe, nein, doch ein bisschen weit. Also erstmal Sachen ablegen und Handtücher ausbreiten. Ein bisschen in der Sonne räkeln. Der Wind ist doch recht kräftig und sorgt für eine angenehme Brise.

Das Wasser kommt schon langsam zurück und wir laufen ihm entgegen. Barfuß durch den warmen Sand, angenehm an den Füßen. Dann hinein in den glitschigen Schlick. Iiih, ein bisschen ekelig. Aber auch toll, wie der Matsch so zwischen den Zehen hoch quillt. Ein Stück weiter wieder festerer Boden. Die Rillen, die das Meer hinterlassen hat, massieren unsere Fußsohlen.

Über uns kreisen die Möwen am azurblauen Himmel. Kein Wölkchen trübt die Sicht. Und dann ist da plötzlich schon das Wasser. Lauwarm an den Füßen. Wir laufen ein bisschen Richtung Horizont, schieben spritzend die Wassermassen vor uns her. Legen uns ins Wasser, warm wie in der Badewanne. Und spüren mit welcher Kraft das Meer Richtung Ufer zurückdrängt.

Wir laufen zurück und es dauert nicht lang, da hat uns das Wasser eingeholt. Beständig frisst es an Sandburgen, die ein paar Kinder am Strand gebaut haben.

Paare genießen Zweisamkeit in Strandkörben und Eltern lassen sich von ihren Kindern um ein Eis anbetteln. Doch es wird schon merklich ruhiger am Strand.

Die Sonne steht mittlerweile recht tief. Ihre Strahlen kommen nicht mehr gegen den Wind an und ich bin froh, mir einen Pulli eingepackt zu haben. Es wird Zeit sich auf die Socken zu machen. Der Wind hat die Haare verwuschelt, die Meeresluft müde gemacht. Salz und Sonnencreme haben sich auf der Haut vermischt und wir freuen uns alle auf eine Dusche und danach das Bett. Glücklich und zufrieden kuscheln wir uns in die Autositze.

Eins ist sicher: wir kommen wieder!


Frage-Foto-Freitag

Steffi weilt gemeinerweise im Urlaub auf Ibiza. Von dort hat sie uns aber trotzdem ein paar Fragen geschickt und hier kommen meine Antworten:

1) Welche Überschrift trägt deine Woche?

2) Wo isst du im Moment am liebsten?

3) In deinem Bad?

4) Dein Ohrwurm?

5) Was machst du Pfingsten?

Ich wünsch euch ein echtes Kracher-Wochenende!

Alles Liebe!

Anni


Kartoffelsalat mediterraneo

Gestern hat Nike in ihrem Blog ein grandioses Rezept für einen Kartoffelsalat vorgestellt. Schon das Bild ließ mir das Wasser im Munde zusammenlaufen. Und ich konnte ihn mir total gut als Abendbrot an einem heißen Sommerabend vorstellen, wenn man sowieso keinen Appetit auf warme Speisen hat.

Da wir ja gerade Sommer haben, landeten die Zutaten sofort auf meiner Einkaufsliste und nach der Arbeit führte mich mein Weg in den Supermarkt. Leider hatten die dort keine Basilikumpflanzen mehr (vermutlich weil gerade alle Grillabende mit Tomate-Mozzarella-Salaten machen) und an meinem Strunk zu Hause hingen nur noch ein paar klägliche Blätter. Deshalb musste ich mit ein paar getrockneten Basilikum-Blättchen nachhelfen. Das hat dem Geschmack aber wirklich keinen Abbruch getan.

Ich habe dafür auch nur schnell ca. 1kg Kartoffeln geschält und für 20 Minuten im kochenden Wasser baden lassen. Währenddessen wurde etwas weniger als 1 Bund Frühlingszwiebeln in feine Ringe geschnitten. 500g Cocktailtomaten durften geviertelt in die Schale hüpfen. 100g schwarze Oliven wurden in der Mitte zerteilt und sprangen mit in die Schüssel. Dann noch schnell ein halbes Glas Kapern dazugemixt. Dann waren die Kartoffeln auch schon fertig und konnten abgegossen werden. Danach noch ein wenig auskühlen lassen und währenddessen das Dressing mixen. Das besteht aus dem Saft einer Zitrone, 4 EL Olivenöl und etwas Salz und Pfeffer. Dann die Kartoffeln klein schneiden und mit dem Dressing vorsichtig unter die restlichen Zutaten heben. Ein paar Basilikumblätter drüber. Fertig!

Ich dachte erst der Salat allein wäre vielleicht etwas langweilig. Aber das ist er überhaupt nicht! Einfach unverschämt lecker und Nikes Tipp die restliche Portion für die Mittagspause auf der Arbeit mitzunehmen werde ich heute beherzigen.

Einfach nur mmmmhhh!!

Großartig übrigens, dass es so viele Blogger gibt, die mich mit tollen, einfachen Rezeptideen inspirieren. Wenn es euch nicht gäbe würde ich mich vielleicht immer noch fast ausschließlich von Nudeln und Fertigpizza ernähren. Also ein ganz großes DANKESCHÖN!

Alles Liebe!

Anni


Einfach mal blau machen und ins Grüne fahren

Gestern hatte ich eigentlich Yoga-Training. Und ich glaube, dass mir Yoga auch echt gut tut. Diese Stretch-Übungen, der ganze Körper wird gedehnt, hinterher fühle ich mich locker und entspannt. Das war also fest in meinem Terminkalender eingetragen und nach der Arbeit habe ich dann meine Sporttasche gepackt, mich auf’s Fahrrad geschwungen und war schon auf dem Weg ins Fitnessstudio, da fragte ich mich plötzlich: “Ja, bist du eigentlich blöd? Bei diesem allerbesten Sommerwetter willst du dich jetzt schwitzend mit 20 anderen Bekloppten in einen kleinen, stickigen Übungsraum quetschen? Nur weil’s in deinem Kalender steht? Da ist der heiß ersehnte Sommer endlich da und du schmeißt ihm die Tür vor der Nase zu und sagst: Tut mir leid, aber ich muss jetzt zum Sport? Geht’s noch?”

Naja und da war die Entscheidung auch schon gefallen. Ich radelte zurück nach Hause, aber nur um die Sportsachen aus- und Picknickdecke und Bücher einzupacken. Dann ging’s runter zum Fluss, ein freies Fleckchen auf der Wiese gesucht, Decke ausgebreitet, Bücher ausgepackt, Musik in die Ohren und dann: entspannen und genießen.

Später frischt der Wind auf, ich packe meine Sachen zusammen und schwinge mich wieder auf mein Rad. Noch ein bisschen fahren, wenn ich die Sportstunde schon habe ausfallen lassen. Zuerst ein wenig an der Landstraße entlang. Wiesen und Weiden auf beiden Seiten. Hin und wieder fährt ein Auto vorbei. Die Reifen bewegen sich laut über den Asphalt. Dann wieder Stille. Der Wind weht durch meine Haare, streicht über meine sonnengewärmte Haut.

Da vorne den Weg auf die Felder nicht verpassen. Die Einfahrt ist schon fast zugewuchert, für Ortsfremde nur noch schwer zu entdecken. Friedlich diese Strecke, kein Auto fährt hier. Hin und wieder ein paar Kühe, ab und zu ein Bauernhof. Über mir blauer Himmel und weiße Wolkenfetzen, zu den Seiten nichts als Weite. Hügel und Berge gibt’s hier nicht. Über die knallgrünen Wiesen weht der Geruch von frisch gemähtem Gras.

Dann komme ich der Zivilisation wieder etwas näher. Die ersten Häuser tauchen auf. Hin und wieder sieht man Leute im Garten sitzen. Essen, lachen, reden. Aus einem Gartenpavillion hinter der großen Hecke dringen Stimmen und Gelächter. Der Duft von gut gewürztem, gegrilltem Fleisch steigt mir in die Nase. Im Kopf immer noch die Melodie von diesem Lied: “Nothing’s impossible for me, nothing’s impossible!” Und genauso ist es auch. Hier und heute.

Ich habe jetzt direkten Gegenwind. Meine Füße treten kräftig in die Pedalen, die Reifen rollen gleichmäßig über den Asphalt. Gleich bin ich schon wieder zu Hause. Ich trage mein Fahrrad die Kellertreppe hinunter, reiße in der Wohnung die Balkontür auf. Dann gehe ich zum Eisschrank, hole mir ein Schokoladeneis und freue mich über warme Abendstunden auf dem Balkon.

Leute, freut ihr euch auch so? Es ist endlich Sommer!!


Namensschilder für Kräutertöpfchen

Immer wieder wurden auf diversen Blogs DIY-Ideen mit diesem weiße-Buchstaben-auf-schwarzem-Grund Prägeband vorgestellt und lange schon stand dieses Gerät auf meiner Wunschliste. Vermittelt so ein bisschen diesen Kreide-auf-Wandtafel-Look und der ist ja sowieso total der Brüller. Als nächstes muss also Tafelfarbe her!

Na jedenfalls habe ich irgendwann eingesehen, dass es ohne dieses Prägegerät einfach nicht mehr geht. Und nachdem in der letzten “Brigitte Balance” eine Idee zum Kräuter-Töpfchen beschriften war, musste ich das in leicht abgewandelter Form unbedingt nachmachen. Denn ich vergesse nach dem Einpflanzen oder -topfen leider leicht, ob das nun Estragon oder Kerbel war, oder ob ich da jetzt vielleicht doch irgendein Unkraut aufziehe.

Easy-peasy, rucki-zucki und hübsch anzuschauen oder?

Wie sieht’s bei euch aus? Braucht ihr das Dymo-Ding auch unbedingt, oder ist das überflüssiger Kokolores?

Ich wünsche euch Sunshine and Blue Sky!

Alles Liebe!

Anni


Zitat des Monats 05/12


Muttertag

Ein geeigneter Tag zum Backen, Basteln, Nähen, hübsch Verpacken und Gratulieren.

Ich hab’ also direkt nach dem Aufstehen und noch vor’m Frühstück den Mixer in der Rührschüssel geschwungen und fertigen Teig im Ofen versenkt. Coconut Cupcakes nach einem Rezept von Martha Stewart und Jeanny sind so entstanden.

Ich hatte ja erst ein bisschen Angst mit Kokosflocken zu backen. Eine Bekannte hatte nämlich mal zu ‘ner Party Cupcakes mit Kokos mitgebracht. Und die waren total trocken und beim Kauen wurden die Kokosflocken im Mund irgendwie immer mehr und mehr. Schon nach 2 Bissen schob ich den Hamsipams nur noch von einer Backe in die andere und wusste gar nicht wo ich den restlichen Cupcake jetzt unauffällig entsorgen könnte. Kennt ihr sowas? Ganz schrecklich! Eigentlich sollte man bei so einer Gelegenheit direkt zum Kuchenbäcker hingehen und sagen: “Du, der Kuchen/Cupcake war ja total trocken. Also das Rezept brauchst du nicht nochmal zu machen.” Aber man möchte ja auch nicht unhöflich sein…

Naja, aber Jeannys Cupcake-Rezepten vertraue ich eigentlich blind. Und auch hier wurde ich nicht enttäuscht. Durch das aufgeschlagene Eiweiß werden die Cupcakes schön fluffig und locker und sind auch ohne Frosting schon ein Genuss. Zum richtigen Augenschmaus wurden sie allerdings erst mit Frosting und selbstgemachten Schoko-Herzen. Dafür habe ich einfach dunkle Schokolade überm Wasserbad geschmolzen, in eine Spritztülle gefüllt und damit auf Backpapier Herzen gemalt. Diese dann für kurze Zeit in den Kühlschrank und voilá – die Schokodeko ist fertig.

Dann wurde alles im Cupcake-Karton angerichtet und mit Schleife verziert. Außerdem habe ich mir bei der lieben Caro noch schnell eine Karte heruntergeladen. Die hat nämlich pünktlich zum Muttertag noch ein paar Freebies entworfen. Vielen Dank dafür! :)

Abends ging’s dann noch zu einer DVD-Premiere unseres Chorleiters. Dort hieß es: einmal Star sein und den Auftritt auf dem roten Teppich genießen.

Ich hoffe ihr hattet auch einen tollen Sonntag und allen Müttern noch die besten Wünsche!

Alles Liebe!

Anni


Foto-Frage-Freitag am 04. Mai

1.) Eine Erkenntnis der letzten Monate?

2.) Was verschenkst du gerade gern?

3.) Über welches Geschenk hast du dich in letzter Zeit irre gefreut?

Sonnenschein, Wärme, im Gras zu liegen und ein Buch zu lesen.

4.) Was ziehst du an, wenn du weißt: heute wird’s tough?

5.) Dein Highlight der Woche?

Vollkommen unerwartete Nachricht.

Mehr Antworten sammelt wie immer Steffi.

Euch ein ganz tolles Wochenende! Ich muss jetzt los und Schuhe kaufen. Drückt mir die Daumen, dass ich passende finde! ;)

Liebste Grüße!

Anni


Möglichkeiten und Delirium

Manchmal überwältigt mich die Fülle meiner Möglichkeiten. Hin und wieder denke ich, dass das Leben viel einfacher wäre, wenn ich nicht wählen müsste. Wenn ein anderer die Entscheidungen für mich träfe. Weniger Möglichkeiten = leichtere Entscheidung. Oder?

Wie soll ich denn aus Hunderttausenden den Einen auswählen, mit dem ich mein Leben verbringen möchte? (Und ihn dann auch noch überzeugen, dass er seins mit mir verbringen will.)

Wie soll ich unter all den Berufen, die es so gibt, den einen finden, mit dem ich bis ins hohe Rentenalter zufrieden bin?

Und warum kommt es mir allzu oft so vor, als wenn man für die wirklich wichtigen Entscheidungen stets viel zu wenig Zeit hätte?

Aber wäre es wirklich besser, wenn ein anderer mir diese Entscheidungen abnähme? Ich lese “Delirium” von Lauren Oliver und weiß – nein, das wäre schrecklich!

Ich will nicht, dass jemand anders mir die Wahl abnimmt. Ich weiß ja gar nicht, nach welchen Kriterien derjenige entscheidet. Natürlich nur zu meinem Besten, aber weiß er denn wirklich was “das Beste” für mich ist? Meine Eltern wollten auch immer nur das Beste für mich, aber gerade im Teenager-Alter gingen unsere Vorstellungen darüber doch oft ziemlich auseinander.

Nein, da wähle ich doch lieber selber! Denn schließlich ist es so: wenn ich mich erstmal zu einer Entscheidung durchgerungen habe, habe ich sie bisher selten bereut.


Easy-peasy Loop-Schal?

Am Wochenende war bei uns Stoffmarkt und während des Bummels zwischen den Ständen (bzw. als ich versuchte an den Ständen einen Blick auf das Angebot zu werfen, während ich gleichzeitig aufpassen musste nicht unter die Räder von so ‘nem Hackenporsche zu kommen) kam mir die Idee Stoffe und Bommelborte für einen Loop-Schal mitzunehmen. Das wäre ja so ein ganz einfaches Projekt für zwischendurch, dachte ich mir, und freute mich schon auf die Umsetzung.

Kein Dank geht diesmal allerdings an das Buch “Für dich genäht”. Die Anleitung für einen Loop-Schal war leider total unverständlich! Also entweder ist die Anleitung nicht vollständig, komplett falsch oder ich bin einfach zu blöd dafür (was ich eher bezweifle). Nachdem ich die kurzen Enden (bzw. das kurze Ende) 3 oder 4mal unterschiedlich zusammengenäht und wieder aufgetrennt hatte, habe ich die Nerven verloren und mir mit Hilfe einer Suchmaschine ein Anleitungsvideo gesucht. Dieses war klar verständlich, hatte mit der Anleitung aus dem Buch allerdings wenig gemein. Ich hoffe, dieses war die einzige Anleitung, die nicht funktioniert. Da das jetzt erst mein zweites Projekt aus dem Buch war, bekommt es noch eine Chance.

So wurde jedenfalls aus dem kurzen, einfachen Schal, ein längerfristiges Projekt. Doch was lange währt, wird endlich gut und zum Schluss hatte ich tatsächlich einen tragbaren Schal in den Händen um den Hals.

Der wurde dann gestern auch mal direkt zum Eisessen ausgeführt. Ein bisschen faul an der Promenade sitzen, die Eiscreme auf der Zunge schmelzen lassen und träge in die Sonne blinzeln. Ein schöner 1. Mai! Wie habt ihr denn euren verbracht?

Alles Liebe!

Anni


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.